Kultusminister entschuldigt sich für das Verlieren der Schülerforderungen

Übergabe der Schülerforderungen an Kultusminister Wöller

Am Mittwoch, den 11. August 2010, waren sechs Vertreter des Bündnisses „Bildungsstreik Erzgebirge“ im Kultusministerium in Dresden zu Gast, um Forderungen erzgebirgischer Schülerinnen und Schüler für eine bessere Bildungspolitik an Staatsminister Roland Wöller zu übergeben.

Zustande kam dieser Termin, nachdem Ende Juni eine Kleine Anfrage der Landtagsabgeordneten Annekathrin Giegengack (GRÜNE) zu Tage brachte, dass das Kultusministerium eine Box mit Schülerforderungen vom Bildungsstreik Erzgebirge aus dem vergangen Jahr verloren hatte, ohne sie vorher zur Kenntnis zu nehmen.

Nun übergaben die Jugendlichen dem Kultusminister eine ganze Rolle von Forderungen, die Schülerinnen und Schüler beim „Bildungsstreik" im Juni diesen Jahres in Aue gesammelt hatten. Dies verbanden sie mit der Bitte, dass ihre Anliegen nun ernsthafter behandelt werden sollen.

Zudem diskutierten sie während eines rund einstündigen Gesprächs mit dem Minister über verschiedene Schwachstellen im sächsischen Bildungssystem. So prangerten sie beispielsweise die fehlende Chancengleicheit an und forderten ein kostenfreies Lernen und mehr Mitbestimmung für Schülerinnen und Schüler.

Begleitet wurden die Jugendlichen bei dem Termin von der bildungspolitischen Sprecherin der GRÜNEN-Landtagsfraktion, Annekathrin Giegengack und Eva-Maria Stange, der bildungspolitischen Sprecherin der SPD-Fraktion.

Das Bündnis "Bildungsstreik Erzgebirge" organisierte in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal die Schülerkundgebung in Aue. Derzeit gehören ihm die erzgebirgischen Jugendorganisationen der GRÜNEN JUGEND, der JUSOS und der LINKSJUGEND an.

Links:

www.bildungsstreik-erzgebirge.de

www.gruene-jugend-erzgebirge.de

www.giegengack.de