Landesamt für Denkmalpflege: Erhalt der Herrenmühle liegt im öffentlichen Interesse - GRÜNE sehen sich in Forderung nach Erhalt bestärkt

Die Herrenmühle in Schwarzenberg mit Schloss und Kirche im Hintergrund

Zur in der Presse oft zitierten Strittigkeit zum Denkmalcharakter der vom Abriss bedrohten Schwarzenberger Herrenmühle erbat sich die Kreisrätin von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Ulrike Kahl, entsprechende Auskunft von der Unteren Denkmalbehörde des Landkreises.

Danach wurde noch vor fünf Jahren eine Überprüfung der Denkmaleigenschaft durch das Landesamt für Denkmalpflege in Dresden vorgenommen, welches in seiner detaillierten Stellungnahme das historische Gebäude in seiner Gesamtheit als Kulturdenkmal nach § 2 des Sächsischen Denkmalschutzgesetzes ausweist.

In dieser Stellungnahme wird ausgeführt, dass "die Herrenmühle ein Kulturdenkmal aus orts-, bau- und technikgeschichtlichen sowie aus städtbebaulichen Gründen " ist.

Das Landesamt weist in seiner Begründung darauf hin, dass das Objekt "neben Schloss und Kirche und mit diesem in der besonderen städtebaulichen Stadtsituation optisch korrespondierend, eines der Kerngebäude ist, an denen sich die Ortsgeschichte konstituiert." Vermutlich war die Herrenmühle Dominalgut mit Mahlzwang und ist bereits im 16. Jahrhundert erwähnt.

Ferner stellen die Fachleute fest, dass "trotz baulicher Veränderungen der Dokumentationswert der Mühle hoch ist und das Gebäude zudemdurch die städtebauliche Lage" sowie die "besondere ortsgeschichtliche Relevanz exemplarischen Wert" besitzt. Daraus leitet sich zwangsläufig ein öffentliches Interesse am Erhalt der Herrenmühle ab.

"Die Stellungnahme bestärkt uns GRÜNE in der Forderungen, die Herrenmühle nicht dem Abriss preiszugeben und Lösungen für den Erhalt zu suchen", so die GRÜNE.