Landesparteitag der sächsischen GRÜNEN befasst sich mit Welterbeprojekt „Montanregion Erzgebirge“

Staatsregierung muss entschiedener für Welterbe-Projekt eintreten – GRÜNE fordern Einrichtung eines Welterbebüros und Kontaktaufnahme mit Tschechien

Am vergangenen Samstag fassten BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN in Sachsen auf ihrem Landesparteitag in Dresden einen Beschluss zur Welterbebewerbung der „Montanregion Erzgebirge“.

Auf Antrag von Mitgliedern aus drei betroffenen Landkreisen (Erzgebirgskreis, Landkreis Mittelsachsen und Sächsische Schweiz/Osterzgebirge) forderte das höchste Parteigremium der sächsischen GRÜNEN von der Staatsregierung, sich endlich zu einer kraftvollen Bewerbung für den UNESCO-Welterbe-Titel zu bekennen und dies durch ein entschiedeneres Handeln auf allen politischen Ebenen deutlich zu machen.

„Die Zeiten der Blockadehaltung auf Landesebene müssen endlich der Vergangenheit angehören. Die permanente Stillhalte- und Verzögerungstaktik der Staatsregierung ist in einem ernst gemeinten Bewerbungsprozess so nicht mehr hinnehmbar“, so Ulrike Kahl vom Kreisvorstand Erzgebirge und Mitinitiatorin des Antrages.

„Noch immer fehlen ein klares Bekenntnis und finanzielle Zusagen der sächsischen Staatsregierung für das Projekt, während dessen immer mehr Kommunen die kulturellen und wirtschaftlichen Chancen für die Region erkennen.“

Zudem fordert der Landesparteitag der GRÜNEN in dem Antrag, dass das vor fast einem Jahr geplante Vorhaben, ein Welterbebüro als Koordinierungsstelle einzurichten, endlich Realität wird. 

Auch muss der Freistaat in offizielle Gespräche mit der tschechischen Regierung in Prag eintreten, damit die gemeinsame Antragstellung im Jahre 2013 terminlich nicht gefährdet wird. Diese Forderung hatten bereits im Mai auch die tschechischen GRÜNEN bei einer gemeinsamen Sitzung mit den Erzgebirgs-GRÜNEN erhoben.

Der Antrag im Wortlaut findet sich >>hier<<.