Leserbrief: "Der Klotz des Anstoßes"

Dass ein Kreisverkehr wirklich eine runde Sache ist, wollte so mancher nicht recht glauben. Aber auch in Schwarzenberg ist nun der Beweis erbracht und alle Kommentare dazu sind bisher positiv ausgefallen.

 

Bis auf den in dessen Zentrum stehenden Brückenpfeiler, der unseren Schönheitsvorstellungen nicht so recht entsprechen will. Dieser verwaschene und mit vielen schwarz/weißen Wasserflecken übersäte Betonklotz könnte schöner werden.

Der Viadukt in der Mitte des neuen Schwarzenberger Kreisverkehrs

von Frank Ullmann aus Schwarzenberg 

Dass ein Kreisverkehr wirklich eine runde Sache ist, wollte so mancher nicht recht glauben. Aber auch in Schwarzenberg ist nun der Beweis erbracht und alle Kommentare dazu sind bisher positiv ausgefallen.

Bis auf den in dessen Zentrum stehenden Brückenpfeiler, der unseren Schönheitsvorstellungen nicht so recht entsprechen will. Dieser verwaschene und mit vielen schwarz/weißen Wasserflecken übersäte Betonklotz könnte schöner werden. Was ist zu tun ?– fragte sich nicht nur die Oberbürgermeisterin und wie aus dem Zeitungsartikel der Freien Presse vom 19.Oktober 2010 hervorgeht, wurden schon einige Vorschläge zur Sprache gebracht.

Die Idee, diese zentral gelegenen großen Flächen als Werbeträger zu nutzen, fällt sofort vom Tisch, da dies eine unzulässige Verkehrsbeeinflussung darstellen würde. Den Klotz komplett einfarbig streichen oder spritzen (ganz gleich welche Farbe) würde die Massigkeit des Klotzes noch deutlicher werden lassen, als es ohnehin schon der Fall ist. So gesehen, ist er mit seiner derzeitigen Patina noch relativ zurückhaltend in der Aufmerksamkeit. Den Kollos säubern und beispielsweise von Graffiti-Künstlern gestalten zu lassen, würde ihm etwas zu viel Aufmerksamkeit an dieser sensiblen Stelle verleihen.

Die einfachste und vor allem preisgünstigste Variante, den Baukörper zu verschönern, ist allerdings die, ihn zu begrünen!

Es braucht zwar etwas Zeit, bis die Efeuranken deutlich sichtbar sein werden, aber es wäre aus meiner Sicht nicht nur die preisgünstigste, sondern auch schönste Variante, denn die Natur ist immer noch der beste Künstler. Es gibt außer Efeu noch andere Kletterpflanzen, die man sicher auch kombinieren kann, beispielsweise mit wildem Wein, der dem Ganzen im Herbst einen besonderen Akzent verleihen würde.

Ein Landschaftsgärtner würde das sicher professionell und mit nicht viel mehr als 1000,- € realisieren. Selbst mit Rankhilfen dürfte der finanzielle Aufwand weit unter den gedachten 10.000,- € liegen. Dieser natürliche Gestaltungsvorgang könnte zeitlich noch optimiert werden, indem gleichzeitig von unten und von oben die Pflanzen von den Flächen Besitz ergreifen. Ökonomisch und Ökologisch eine runde und saubere Sache.