Leserbrief von Wolfgang Möhrig-Marothi: Naturschutz fristet kümmerliches Dasein

Dass das CDU regierte Landratsamt in Aue-Schwarzenberg ausgerechnet im landschaftlich reizvollsten Bereich von Pöhla den Bau eines nicht nur hässlichen, sondern auch gesundheitsschädlichen und letztlich überflüssigen Handymastes gegen den Willen der Einwohnerschaft durchboxen will, zeigt erneut, dass mit der C-Partei - trotz des "C" in ihrem Namen (das sie eigentlich zur Bewahrung der Schöpfung verpflichten sollte!) - kein wirklicher Umwelt- und Naturschutz machbar ist. Ein weiteres Beispiel dafür ist die Landschaftsschändung im einst idyllischen Eibenstocker Adlerfelsengebiet, das mit dem Segen des Chemnitzer Regierungspräsidiums zu einem Rummelplatz degradiert wurde. Und dass sich die CDU für die sinnlose, landschaftszerstörerische B 93 stark macht, versteht sich ja von selbst....

Freilich, so lange die Wählerschaft in Freistaat und Landkreis der C-Partei zur Mehrheit verhilft, wird der Umwelt- und Naturschutz bei uns auch weiterhin nur ein kümmerliches Dasein fristen.

Die Christen lassen sich nach wie vor vom "C" im Namen der vormaligen Blockpartei hinters Licht führen, indes der so genannte kleine Mann befürchtet, die Bündnisgrünen - im Osten das Hauptsammelbecken der früheren DDR-Oppositionellen und zugleich die eigentliche Umweltschutzpartei - könnten ihm die Freude am Auto verderben und daher lieber der CDU seine Stimme gibt.

 

Autor: Wolfgang Möhrig-Marothi, Kottenheide

veröffentlicht  in der FP vom 29.07.08 Lokalausgabe Schwarzenberg

"Naturschutz fristet kümmerliches Dasein"