Leserbrief zur Rodung des Schwarzenberger Schlossparks: "Kahlschlag für mehr als eine Million Euro"

Von der Rodung betroffene Bäume im Schlosspark

Der vorliegende Rodungsplan für das Schlossparkgelände zeigt, dass es der Verwaltung der Stadt Schwarzenberg bei den vorgesehenen Rodungsarbeiten im Schlosspark offensichtlich nicht um eine naturnahe Gestaltung des Geländes, um einen ausgewogenen Kompromiss zwischen Park und einer ökologisch äußerst wertvollen Fläche mit herausragendem Bestand an Vögeln im Stadtzentrum geht. Der Rodungsplan lässt einen beispiellosen und massiven Kahlschlag erwarten. Mindestens 28 große und mittelgroße Bäume sind zur sofortigen Fällung vorgesehen. Perspektivisch sind weitere 10 Großbäume zur Fällung vorgesehen.

Nachdem vor Jahren dem Sturm bereits eine Vielzahl von Großbäumen zum Opfer fiel sollen nun bis auf 2 Buchen an der Nordseite des Schlosses sämtliche großen Bäume beseitigt werden.Meldung

Die vorgesehenen Flächenrodungen von juvenilem Aufwuchs und Sträuchern besorgen dann den Rest der Zerstörung eines wertvollen Biotopes.

Alles mit dem Argument, dass der Felsen im Mittelalter auch nicht bewachsen war.

Sehnen wir uns in Schwarzenberg wirklich so sehr nach mittelalterlichen Zuständen?

Selbstverständlich sind im Gehölzbestand rund ums Schloss Pflegemaßnahmen erforderlich. Und aus dem wilden Aufwuchs sind Einzelgehölze auszuwählen, die durch Erziehungsschnitte entwickelt werden könnten. Diese Maßnahmen aber könnten durch den städtischen Forstbetrieb getätigt werden.

Das spart Geld, welches an anderen Brennpunkten dringend benötigt wird. Als erstes fällt mir dabei die Herrenmühle ein.

Werner Lobeck