Regierung knausert bei Elektroautos – Grüne Autos gibt es nur mit grünem Strom

Bundestagskandidat Dr. Hartmut Kahl

Die Bundesregierung sieht sich nicht in der Lage, finanzielle Zusagen für die Förderung umweltschonender Elektroautos zu machen. Im Nationalen Entwicklungsplan Elektromobilität, den das Bundeskabinett in dieser Woche verabschiedet, stehen Kaufanreize für Stromautos unter dem „Vorbehalt der geltenden Finanzplanung und der politischen Entscheidungen der nächsten Legislaturperiode“. 

Dr. Hartmut Kahl, sächsischer Bundestagskandidat der GRÜNEN, wünscht sich mehr Engagement bei der Markteinführung elektrisch angetriebener Fahrzeuge und kritisiert das Ausgabeverhalten der Bundesregierung: „Mit der Abwrackprämie finanziert die große Koalition die falschen Kaufanreize. Damit nimmt sie dem jungen Markt für Elektroautos regelrecht den Wind aus den Segeln.“

Im Konjunkturpaket II werden lediglich 500 Mio. Euro für die Förderung der Elektromobilität zur Verfügung gestellt. Mit diesem Finanzvolumen, so Kahl weiter, lasse sich gewiss nicht das von der Bundesregierung angestrebte Ziel erreichen, bis 2020 eine Million Elektroautos auf Deutschlands Straßen zu bringen.

Auch der Freistaat Sachsen hat mit Mitsubishi eine Absichtserklärung unterzeichnet, wonach auf den Straßen Dresdens und Leipzigs künftig japanische Elektroautos fahren sollen. Danach soll neben sieben weiteren Modellregionen auch in Sachsen das erste Großserien-Elektrofahrzeug des japanischen Autobauers getestet werden. Der reguläre Verkaufsstart ist in Deutschland für das Jahresende 2010 vorgesehen. In Japan wird das Modell mit einer Batterie-Reichweite von 144 Kilometern bereits seit Juli diesen Jahres vertrieben. 

Kahl freut sich über das Engagement in Sachsen, weist zugleich aber auf die Versäumnisse der sächsischen Staatsregierung in Sachen Energiewende hin: „Elektroautos sind nur dann sinnvoll, wenn sie mit erneuerbaren Energien betankt werden. Wenn der Strom für die Batterien dagegen weiterhin aus sächsischen Braunkohlekraftwerken kommt, ist dem Klimaschutz nicht gedient. Deshalb brauchen wir in Sachsen dringend einen stärkeren Ausbau erneuerbarer Energien, den die Staatsregierung bisher vernachlässigt hat.“ In diesem Zusammenhang verwies er auf die Ausbaustudie der Sächsischen Vereinigung für Erneuerbare Energien, wonach im Freistaat ein Anteil von 80% regenerativer Energien am Stromverbrauch schon bis 2020 möglich ist.

Schließlich fordert Kahl eine Einbindung der regionalen Unternehmen in die Modellvorhaben, welche im Bereich der Elektromobilität arbeiten. Aus seinem erzgebirgischen Wahlkreis wisse er, dass diese bisweilen regelrechte Pioniere in der Forschung seien und reichlich Erfahrung hätten, auf die nun zurückgegriffen werden müsse.

Nähere Informationen finden Sie hier:

http://www.cleanthinking.de/elektroauto-elektromobilitaet-nationaler-etwicklungsplan/1950/

http://www.wir-sind-klima.de/fileadmin/user_upload/Broschuere/gruene_ausbaustudie_2020.pdf

http://www.elektroauto-tipp.de

http://www.hartmutkahl.de