Sachsens Rechtspopulismus-Problem beginnt in der CDU - Alexander Krauß argumentiert undifferenziert und herzenskalt

Volkmar Zschocke, Fraktionsvorsitzender der GRÜNEN im Sächsischen Landtag

Sachsens GRÜNE im Landtag sind entsetzt über das Interview des CDU-Landtagsabgeordneten Alexander Krauß 'Asylbewerber ohne Ausweis müssen in den Knast!' in der Ausgabe der Dresdner Morgenpost am Sonntag (28.06.15).

"Dass CDU-Fraktionschef Frank Kupfer Krauß' Aussagen unterstützt (Mopo, 29.06.15) zeigt unser Problem in Sachsen um so deutlicher", so Volkmar Zschocke, Vorsitzender der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Sächsischen Landtag.

"Wer sich bisher gefragt hat, warum in Sachsen so viele Menschen anfällig für Fremdenfeindlichkeit und Rechtspopulismus sind, findet in diesen Presseaussagen eine Erklärung: Das Problem beginnt in der CDU!"

"Krauß argumentiert undifferenziert und herzenskalt. Er übernimmt Pegida-Argumentationen und schlägt zum Teil Maßnahmen vor, die sowohl unmenschlich als auch ungesetzlich sind."

"Ob beabsichtigt oder nicht: Wer so argumentiert stärkt moralisch die Rechtspopulisten und diejenigen, die es nicht bei Protesten belassen wollen", so der GRÜNEN-Fraktionschef.

"Angesichts der unappetitlichen Anti-Asyl-Proteste und Freital und der aktuellen Brandstiftung in einem geplanten Asylbewerberheim in Meißen braucht die sächsische CDU dringend eine ernsthafte Diskussion über ihre Verantwortung für die Aufnahme von Flüchtlingen in Sachsen."

" Krauß hatte im Interview u.a. verlangt >>Wer keine Papiere hat oder seinen Namen vergessen hat, sollte sofort im Gefängnis untergebracht werden.