Straßen im Erzgebirge: Instandhaltung und Optimierung statt Neubau

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Erzgebirge haben auf ihrer Mitgliederversammlung im Sächsischen Hof in Scheibenberg, am 25. Februar 2011, einen Fünf-Punkte-Plan zum Verkehrsnetz im Erzgebirgskreis verabschiedet.

Der einstimmig gefasste Beschluss unter dem Motto "Straßen im Erzgebirgskreis: Instandhaltung und Optimierung statt Neubau" konstatiert, dass die Instandhaltung und der Winterdienst für das vorhandene Straßennetz schon heute die vorhandenen finanziellen Ressourcen sprengen.

Daneben ist ein Straßenneubau auch aufgrund der demografischen Entwicklung unwirtschaftlich und wegen der Schuldenlast der öffentlichen Haushalte in den meisten Fällen unvertretbar.

Die Erzgebirgs-GRÜNEN ziehen daraus den Schluss, dass die Optimierung des vorhandenen Straßennetzes Priorität haben muss, dies auch vor dem Hintergrund der Wachstumsbranche des naturnahen Erzgebirgs-Tourismus.


Tschechische GRÜNE schließen sich Forderungen an

Zeitgleich mit dem Beschluss der erzgebirgischen GRÜNEN befasste sich auch der Karlsbader Regionalvorstand der tschechischen GRÜNEN mit den Forderungen der deutschen Seite.

Die "Strana Zelenych" schloss sich dem Fünf-Punkte-Plan an, unterstützt ausdrücklich die Bemühungen zur Optimierung der vorhandenen Straßen in der Euro-Region Erzgebirge und mahnt eine noch intensivere Nutzung des grenzübergeifenden Schienenverkehrs an, so Miloslav Zitka, Verkehrsexperte vom Karlsbader Regionalvorstand.