Tag gegen den Lärm: GRÜNE setzen bei Lärmreduzierung auf Maßnahmenbündelung und innovative Ideen

Sven Krahnert, Vorstandsmitglied der Erzgebirgs-GRÜNEN

Im Jahr 2010 stellte das Umweltbundesamt fest, dass mehr als die Hälfte der befragten Bürger Straßenlärm lästig findet, jeder Dritte leidet unter Fluglärm, mehr als ein Fünftel unter dem Einfluss von Baulärm.

Während das Gehör permanent arbeitet, kann man die Augen schließen und ihnen Ruhe gönnen. Unsere Ohren jedoch sind 24 Stunden auf Dauerempfang und damit ständig dem Umgebungslärm ausgesetzt.

Lärm kann erschreckende Auswirkungen auf unsere Gesundheit und unser Wohlempfinden haben. Nicht nur Gehörschäden, auch Unwohlsein, Konzentrationsstörungen und Schlafstörungen können die Folge sein. Lärm ist neben dem Rauchen das zweitgrößte Risiko für Herzerkrankungen.

 "Bei uns im Erzgebirge werden die Bürger hauptsächlich durch den Straßenlärm in ihrem Wohlbefinden gestört. Bürger, die unmittelbar an oder in der Nähe von stark frequentierten Bundesstraßen und Bundesautobahnen wohnen, fühlen sich von der Politik im Stich gelassen, weil Lärmschutzmaßnahmen nicht immer eine entsprechende Linderung des Verkehrslärmes bringen. Dabei lässt sich eine Minimierung der Lärmbelastung nur durch die abgestimmte Anwendung einer Vielzahl von Einzelmaßnahmen - von der Kraftfahrzeugtechnik über die Verkehrs- und Siedlungsplanung bis hin zum Kraftfahrzeug-Steuerrecht - erreichen. Vor allem aber sind neue, innovative Ideen gefragt.", so Sven Krahnert vom Kreisvorstand der erzgebirgischen GRÜNEN. 

"In Österreich und Albanien zum Beispiel wird der Verkehrslärm auf einigen Bundesautobahnen mit Schallpegelmessgeräten permanent überwacht. Übersteigt der Lärmpegel einen Grenzwert, wird automatisch die zulässige Höchstgeschwindigkeit über Verkehrsbeeinflussungsanlagen so weit reduziert, bis der Grenzwert wieder erreicht ist.

Der Begriff "Lärm" stammt übrigens vom Begriff "Alarm" (italienisch "all'armi" - zu den Waffen!) ab. Greifen wir also "zu den Waffen" und bekämpfen wir den krank machenden Lärm", so der GRÜNE Kreisvorstand.