Tempo 30 macht Verkehr sicherer - Dedores ist auf dem Holzweg

Stephan Kühn, Stellvertretendes Mitglied im Verkehrsausschuss des Bundestags

In niedrigen Gängen sind Autos nicht lauter

Zu der Kritik an den Vorschlägen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit in Lauter durch den ehemaligen Chef der Verkehrsbehörde des Altkreises Aue-Schwarzenberg, Herrn Dedores, erklärt Stephan Kühn, sächsischer Bundestagsabgeordneter von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und stellvertretendes Mitglied im Verkehrsausschuss:


"Mich verwundert es sehr, wenn Herr Dedores als ehemaliger Leiter der Verkehrsbehörde die jüngsten wissenschaftlich abgesicherten Erkenntnisse zur Verbesserung der Verkehrssicherheit einfach ignoriert und offensichtlich wider besseren Wissens erklärt, dass Tempo 30 die Probleme in Lauter verschärfen würde.

Dabei ist in der Fachwelt unbestritten, dass durch die Einführung von Tempo 30 eine Lärmreduzierung von 2 bis 3 Dezibel erzielt wird (Siehe dazu beispielsweise Studie der Fachhochschule Jena). 

Außerdem geht es bei Tempo 30 vorrangig um die Erhöhung der Verkehrssicherheit. Keiner wird bestreiten, dass das Unfallrisiko bei niedriger Geschwindigkeit für alle Verkehrsteilnehmer - insbesondere für Fahrradfahrer und Fußgänger - deutlich gesenkt wird. Gerade die Situation in Lauter mit schmalen Gehwegen, Problemen beim Überqueren, Einbiegen und Kreuzen der Bundesstraße erfordert durchgreifende Maßnahmen. Die Verbesserung der Verkehrssicherheit in Lauter stand für uns immer im Vordergrund - da machen wir keine Abstriche! Auch der Rückbau der Busbuchten dient der Verkehrssicherheit.


Gleichzeitig wird quasi als positiver Nebeneffekt die Feinstaubbelastung um 5 bis 10 Prozent sowie der Ausstoß von Stickoxyden um bis zu 10 Prozent vermindert. 
Auch der Verkehrsfluss wird durch Tempo 30 nicht behindert - im Gegenteil: Gerade das Einbiegen aus Seitenstraßen wird einfacher. 
Schlichtweg unseriös ist es, die interessengeleitete Argumentation erklärter Autolobbyisten von ADAC und BMW ins Feld zu führen; Herr Dedores macht hier einseitig Verkehrspolitik aus der Windschutzscheibenperspektive und verunsichert die Bevölkerung mit unhaltbaren Argumenten.
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN haben dagegen weiterhin die Interessen aller Verkehrsteilnehmer im Blick."

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