Trumps Ausstieg aus dem Klimaabkommen - GRÜNE: „Regionale Klimaschutzkonzepte und Partnerschaften angehen!“

Zum Ausstieg der USA aus dem Pariser Klimaabkommen erklärt Sebastian Walter (GRÜNE), Bundestagskandidat für den Erzgebirgskreis:

„Die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump, aus dem Pariser Klimaabkommen auszusteigen, ist eine schlechte Nachrichrt für die USA und für die Welt“. Trump habe damit den Weg in die Isolation gewählt und steuere der Welt beim Klimaschutz als Geisterfahrer entgegen. Die Entscheidung aus dem Pariser Klimaabkommen auszusteigen sei kurzsichtig und drohe die USA ins Abseits zu führen.

Es sei gut, so Sebastian Walter, dass die internationale Gemeinschaft unverzüglich und unmissverständlich klar gemacht habe, dass sie am Pariser Klimaabkommen festhalten werde. „Um eine tiefgreifende Klimakrise abzuwenden, müssen nun aber andere Staaten vorangehen und mehr leisten. Deutschland und Europa müssen wieder mehr Verantwortung im internationalen Prozess für den Klimaschutz übernehmen“, so der Grünen-Bundestagskandidat im Erzgebirgskreis. Deutschland müsse wieder bereit sein, beim Klimaschutz mit gutem Beispiel zu führen und die Chancen für Innovation und Beschäftigung im Bereich grüner Technologien auszuschöpfen. „Dazu wollen wir Grüne raus aus der klimaschädlichen Kohle und Schritt für Schritt auf Erneuerbare Energien umsteigen. Die 20 schmutzigsten Kohlekraftwerke wollen wir schnell abschalten. Wir setzen auf eine ökologische Mobilitätswende und wollen in den nächsten zwei Jahrzehnten aus dem fossilen Verbrennungsmotor aussteigen.“ 

Auch China habe klar gemacht hat, dass es den Kurs von Trump ablehnt und beim Klimaschutz weiter voranschreiten wolle. Daher sei eine enge Zusammenarbeit der EU mit China beim Klimaschutz jetzt wichtiger denn je. Aber auch in den USA werde es weiter Verbündete für ehrgeizigen Klimaschutz geben. Die wirtschaftlich wichtigsten Staaten der USA hätten bereits erklärt, dass sie am Ausbau der Erneuerbaren Energien und der Minderung von Treibhausgasen festhalten würden. Vor dem Hintergrund der regionalen Klimaschutzpartnerschaft zwischen dem grün-regierten Baden-Württemberg und dem demokratisch regierten Kalifornien könne man auch über regionale Klimaschutzpartnerschaften auch auf Kreisebene nachdenken, so Walter. So ließen sich mit Zuschüssen des Bundes regionale Klimaschutzkonzepte für den Landkreis entwickeln wie es der Nachbarlandkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge vorgemacht hat und über einen Austausch mit anderen Regionen gute Praxisbeispiele vorantreiben, erläutert Walter weiter. „Zusammen mit anderen kooperativen Kräften sollte Deutschland die Jahrhundertaufgabe Klimaschutz anpacken“, so Walter abschließend.