Ultra-Feinstaub-Projekt in erzgebirgischer Grenzregion: GRÜNE enttäuscht über Antwort aus Umweltministerium

Ulrike Kahl, Kreisvorsitzende der Erzgebirgs-GRÜNEN

Vor dem Hintergrund des zu Ende gegangenen grenzübergreifenden Projektes "UltraSchwarz", das kleinste Luftschadstoffe und deren gesundheitliche Auswirkungen im erzgebirgischen Grenzraum untersuchte, verlangte der Fraktionsvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und gesundheitspolitischer Sprecher seiner Partei, Volkmar Zschocke, über eine Kleine Anfrage Auskunft von der Staatsregierung über die gewonnenen Erkenntnisse dieses Projektes.

Mittels zweier Messstationen in Annaberg-Buchholz und Usti nad Labem analysierten Wissenschaftler über dreieinhalb Jahre lang unter anderem Anteile, Herkunft und Auswirkungen von Ultrafeinstaub auf den menschlichen Organismus und belegten dabei die Zunahme jener Partikel um ein Viertel wie auch eine Häufung von Atemwegs- und Herzkreislauferkrankungen im Projektgebiet.

Dazu Ulrike Kahl, Kreisvorsitzende der GRÜNEN:

"Es ist für uns nicht nachvollziehbar, dass ausgerechnet die Region um Olbernhau und Seiffen, deren Bürger am meisten von Luftverunreinigungen betroffen sind und seit Jahren unter gesundheitlichen Beeinträchtigungen leiden, bei dieser Studie ausgeklammert wurden. Enttäuschend auch, dass der Freistaat bei belegter Zunahme von Utrafeinstaub bisher sowohl kein Minderungspotential für diese Gesundheitsgefährdung als auch keine Veranlassung sieht, sich für eine EU-Verordnung zur Absenkung jener Partikel, die die Schranke zum Blutkreislauf überwinden können, einzusetzen. Zumindest wird dieser Problematik weiterer Forschungsbedarf attestiert, so dass wir GRÜNEN hoffen, dass es weitere Untersuchungen in unserer Region geben wird."