Welterbe Montanregion - GRÜNE: Freistaat muss unverzüglich handeln

In der Anhörung des Ausschusses für Wissenschaft und Hochschule, Kultur und Medien des Sächsischen Landtages zur Bewerbung der Montanregion Erzgebirge um den UNESCO-Welterbetitel haben die Sachverständigen klar gestellt, dass das Projekt positive Effekte für die Entwicklung von Tourismus, Kultur und Wirtschaft im Erzgebirge hat. Letzte Zweifel, die aus den Reihen von CDU und FDP etwa mit Blick auf den Ausbau von Gewerbegebieten oder den Bergbau zu vernehmen waren, wurden dagegen ausgeräumt.

Dr. Karl-Heinz Gerstenberg, kulturpolitischer Sprecher der GRÜNEN-Landtagsfraktion

Gerstenberg: Für eine rechtzeitige Antragsstellung fehlt eine offizielle Einladung der Tschechischen Republik

In der Anhörung des Ausschusses für Wissenschaft und Hochschule, Kultur und Medien des Sächsischen Landtages zur Bewerbung der Montanregion Erzgebirge um den UNESCO-Welterbetitel haben die Sachverständigen klar gestellt, dass das Projekt positive Effekte für die Entwicklung von Tourismus, Kultur und Wirtschaft im Erzgebirge hat. Letzte Zweifel, die aus den Reihen von CDU und FDP etwa mit Blick auf den Ausbau von Gewerbegebieten oder den Bergbau zu vernehmen waren, wurden dagegen ausgeräumt.

"Damit der ambitionierte Zeitplan für die Antragstellung bis Juni 2012 eingehalten werden kann, muss der Freistaat nach langem Zögern das Projekt nun unverzüglich in die Hand nehmen", erklärt Dr. Karl-Heinz Gerstenberg, kulturpolitischer Sprecher der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Sächsischen Landtag.

"Der Prozess der Antragsvorbereitung wird aufseiten der tschechischen Republik solange auf der Stelle treten, bis Sachsen und die Bundesrepublik -als Antragsteller bei der UNESCO - die tschechischen Partner offiziell zur Teilnahme an dem Projekt einladen. Dazu muss die Staatsregierung endlich auch ein Handeln auf oberster diplomatischer Ebene initiieren. Kommt es zu weiteren Verzögerungen, ist der gesamte Prozess der Bewerbung in Gefahr", so Gerstenberg.

"Wir GRÜNE sehen seit langem die Chancen, die der Welterbetitel für das Image der Region, die Weiterentwicklung des Tourismus, die Pflege des industriekulturellen Bestands und die Attraktivität für Fachkräfte und Wirtschaftsansiedlung bringen würde."