Wie lange braucht der Rettungsdienst im Erzgebirge? GRÜNE: „Müssen Rettungswachennetz dichter stricken!“

Sebastian Walter, Bundestagskandidat der GRÜNEN im Erzgebirge

Im Erzgebirgskreis kann bei einem Viertel aller Rettungseinsätze die vorgesehene Hilfsfrist nicht eingehalten werden. Damit ist der Erzgebirgskreis das Schlusslicht unter allen zehn Landkreisen Sachsens. Das ist Ergebnis einer Antwort der Sächsischen Staatsregierung auf eine Kleine Anfrage der GRÜNEN-Landtagsfraktion. Demnach sei die von der Sächsischen Staatsregierung vorgesehene Hilfsfrist von 12 Minuten, die Zeit zwischen Eingang des Notrufs und dem Eintreffen am Einsatzort im Freistaat Sachsen, im Rettungszweckverband Chemnitz-Erzgebirge nur in 75 Prozent aller Notrufe einzuhalten gewesen. Nach Aussagen des Rettungszweckverbandes Chemnitz-Erzgebirge habe dies vor allem Gründe der Wirtschaftlichkeit. 

Sebastian Walter, Grünen-Bundestagskandidat für den Erzgebirgskreis, mahnt vor diesem Hintergrund eine schnelle Überprüfung des Rettungswachennetzes an. Dort, wo es Lücken im Erzgebirge gibt, müsse man das Rettungswachennetz dichter stricken, so Walter.

„Es ist durchaus bedenklich, wenn einer der am dichtesten besiedelten Landkreise Ostdeutschlands derartige Lücken im Rettungsnetz aufweist. Ich halte es für wichtig, dass die Rettungssanitäter auch im Erzgebirge schnell am Einsatzort sind. CDU und SPD machen hier deutlich zu wenig, um die gesetzlich vorgeschriebene Hilfsfrist auch in der Praxis einzuhalten. Es wäre Aufgabe der Großen Koalition, endlich Abhilfe zu schaffen und die Rettungswachen im Erzgebirge aufzustocken. Schließlich können nahegelegene Rettungswachen Leben retten“, so der Grünen-Bundestagskandidat.

„Es ist ein Schritt in die richtige Richtung, wenn in Thalheim eine neue Rettungswache gebaut wird. Mir ist wichtig, dass wir systematisch das Kreisgebiet auf Lücken im Rettungswachennetz untersuchen. Dann können wir zielgerichtet derartige Lücken im Netz schließen. Hierbei lohnt sich auch eine Verknüpfung mit den Standorten der Freiwilligen Feuerwehren. Das hätten CDU und SPD längst unternehmen können. Wir Grüne wollen den Rettungsdienst gezielt dort aufstocken, wo es für die Region sinnvoll ist. Das kann bei einem Unfall Leben retten“, so Walter abschließend.