Windkraft im Erzgebirge: "In sensiblen Landschaftsbereichen weder notwendig noch wünschenswert"

Die FREIE PRESSE berichtete am 20. Juni 2011, die sächsischen GRÜNEN hätten sich dafür ausgesprochen, den Ausbau von Windkraftanlagen auf dem Erzgebirgskamm zu forcieren. Das ist falsch. Beschlossen wurde vom Landesparteitag das Gegenteil: Der Windenergieausbau hat große Potentiale. Unternehmen und Energiekonzerne drängen zum Ausbau in den Höhenlagen des Erzgebirges. Dies führt zu Konflikten mit Bevölkerung und Natur. Die GRÜNEN fordern deshalb bessere Beteiligung der Gemeinden bei Planung und Erträgen sowie Taburäume zum Natur- und Landschaftsschutz.

Volkmar Zschocke, Landesvorsitzender der sächsischen GRÜNEN

"Errichtung von Anlagen in sensiblen Landschaftsbereichen ist weder notwendig noch wünschenswert"

Die FREIE PRESSE berichtete am 20. Juni 2011, die sächsischen GRÜNEN hätten sich dafür ausgesprochen, den Ausbau von Windkraftanlagen auf dem Erzgebirgskamm zu forcieren. Das ist falsch. Beschlossen wurde vom Landesparteitag das Gegenteil: 

Der Windenergieausbau hat große Potentiale. Unternehmen und Energiekonzerne drängen zum Ausbau in den Höhenlagen des Erzgebirges. Dies führt zu Konflikten mit Bevölkerung und Natur. Die GRÜNEN fordern deshalb bessere Beteiligung der Gemeinden bei Planung und Erträgen sowie Taburäume zum Natur- und Landschaftsschutz. Einen entsprechenden Beschluss fasste der Landesparteitag am Wochenende.

Bessere Bürgerbeteiligung

Volkmar Zschocke, Landesvorsitzender der GRÜNEN: "Wir wollen, dass mit den Bürgerinnen und Bürgern die besten Lösungen gesucht werden und nicht gegen sie. Bereits in der Phase der Bedarfsfeststellung neuer Windenergieanlagen müssen Anwohner und Gemeinden beteiligt werden. Sie müssen die Prüfung von Standortalternativen verbindlich durchsetzen können."

Regionen profitieren

Von der Energiewende sollen zukünftig auch weniger die Energiekonzerne, sondern stärker die Regionen profitieren. Zschocke: "Hier liegen große Chancen neuer Wertschöpfung für die Erzgebirgsgemeinden, den Mittelstand oder die Stadtwerke. Auch Bürgerinnen und Bürger können gemeinsam Windkraftanlagen betreiben."

Taburäume für sensible Landschaftsbereiche

Die GRÜNEN fordern klare Taburäume zum Natur- und Landschaftsschutz: "Auch im Erzgebirge müssen Vorrangflächen für die Windenergienutzung ausgewiesen werden. Die Errichtung von Anlagen in sensiblen Landschaftsbereichen ist weder notwendig noch wünschenswert. Denn schon auf nur 2 Prozent der gesamten Landesfläche könnte bereits mehr als 100 Prozent des aktuellen Stromverbrauches mit Windkraft erzeugt werden. Zudem können viele der vorhandenen kleinen Windräder durch wenige, höhere und leistungsstärkere Anlagen ersetzt werden.", so Zschocke abschließend.