Zunahme von Ultrafeinstaub-Belastungen im Erzgebirge - GRÜNER Gesundheitspolitiker verlangt Auskunft

Volkmar Zschocke, Vorsitzender der GRÜNEN-Landtagsfraktion

Volkmar Zschocke, Fraktionsvorsitzender von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Sächsischen Landtag, hat eine Kleine Anfrage zum Thema Ultrafeinstaub und Gesundheit im Erzgebirgskreisan die Staatsregierung gestellt.

 

Hintergrund der Anfrage sind die nun vorliegenden Ergebnisse über ein vor dreieinhalb Jahren begonnenes, grenzübergreifendes Projekt „UltraSchwarz“, welches kleinste Luftschadstoffe und deren gesundheitliche Auswirkungen im erzgebirgischen Grenzraum untersuchte. Mittels zweier Messstationen in Annaberg-Buchholz und Usti nad Labem analysierten Wissenschaftler unter anderem Anteile, Herkunft und Auswirkungen von Ultrafeinstaub auf den menschlichen Organismus und belegten dabei die Zunahme jener Partikel um ein Viertel wie auch eine Häufung von Atemwegs- und Herzkreislauferkrankungen im Projektgebiet.

 

Der GRÜNE Landtagsabgeordnete möchte von der Staatsregierung in Dresden u. a. wissen, welche konkreten Handlungsempfehlungen aufgrund der gewonnenen Erkenntnisse an die entsprechenden Behörden, Einrichtungen sowie an die Bevölkerung im Untersuchungsgebiet ergehen und wo die Staatsregierung die größten Minderungspotentiale für Ultrafeinstaub in der Region sieht.

 

Zudem fragt Zschocke, der als gesundheitspolitischer Sprecher seiner Fraktion fungiert, wie sich in den letzten 10 Jahren speziell die Atemwegserkrankungen bei Kindern im Projektgebiet entwickelt haben.

 

Auskunft verlangt der GRÜNE ebenso darüber, ob es die Staatsregierung für erforderlich hält, künftig auch Messwerte aus dem Raum Olbernhau/Seiffen in weitere Feinstaubuntersuchungen einzubeziehen, da die dortigen Bürger am meisten über gesundheitliche Beeinträchtigungen durch Luftverunreinigungen im Erzgebirge klagen.

 

Eine Antwort auf seine Fragenkatalog erwartet der Abgeordnete in ca. vier Wochen.