Betreuer für DWD-Messfeld am Fichtelberg gesucht? - GRÜNE: Billig-Lösung kann auf über 1200 Meter Höhe nicht funktionieren

Ulrike Kahl, Kreisvorsitzende der Erzgebirgs-GRÜNEN

Es wäre ein Kuriosum, wenn es nicht so traurig wäre...

Aufmerksamen Fichtelberg-Besuchern dürfte in den letzten Tagen ein Aushang an der Wetterwarte aufgefallen sein: 

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) sucht demnach auf Minijob-Basis einen Betreuer für das Messfeld der Wetterstation, der Reinigungsarbeiten an den Messgeräten und im Messfeld selbst vornimmt, der nach dem Rechten schaut und auch mal den Rasen mäht. 

"So ganz ohne Personal scheint es also doch nicht zu gehen", resümiert Ulrike Kahl von den erzgebirgischen GRÜNEN. "Allerdings ist stark zu bezweifeln, dass ein einmaliges "nach dem Rechten schauen" pro Woche ausreichen wird, wenn auf dem Berg Winter ist. Da mussten bestimmte Geräteschaften bisher oft stündlich gereinigt werden, wie die Erfahrung in der Vergangenheit lehrte." 

"Statt mit gut ausgebildeten Wetterbeobachtern zu agieren, die permanent die Gerätschaften überwachen und zusätzlich noch händische Messungen vornehmen,  setzt der DWD auf eine Billig-Lösung, die den enormen Herausforderungen in dieser Höhenlage und den geforderten Qualitätsansprüchen in keinster Weise gerecht werden kann. Bedauerlicherweise wird da ganz eindeutig an der falschen Stelle gespart! Hier müssen Lösungen gefunden werden, die weiterhin Klimaforschung  und Hochwasserprognosen ermöglichen. Auf den Deutschen Wetterdienst jedenfalls kann man nicht mehr vertrauen."