Erzgebirgische GRÜNE fordern mehr Blühflächen und pestizidfreie Böden gegen Massensterben der Insekten und plädieren für selteneres und späteres Mähen

Anlässlich des am 20. Mai stattfindenden Weltbienentages, der im vergangenen Jahr zum ersten Mal als internationaler Aktionstag begangen wurde, fordern die erzgebirgischen GRÜNEN verstärkte Anstrengungen und Maßnahmen zum Schutz dieser wichtigen Insekten. 

"Denn der Biene geht es schlecht", so Kreisvorsitzende Ulrike Kahl. "Dabei sind vor allem auch die Wildbienen stark gefährdet. Über 50% der in Deutschland vorkommenden Arten stehen auf der Roten Liste, 39 Wildbienenarten sind bereits ausgestorben. Dies zeigt, dass wir um verstärkte Maßnahmen zum Schutz dieser wichtigen Insekten auch im Erzgebirge nicht herum kommen, denn sie sind ein elementarer Bestandteil unseres Ökosystems."

Forscher sprechen bereits von einem Massensterben mit dramatischen Folgen, denn: Ohne Bienen und andere Insekten -  keine Bestäubung. Und ohne Bestäubung - kein Obst und Gemüse. 

"Was Bienen dringend bräuchten, sind vor allem mehr Blühwiesen und pestizidfreie Felder. Leider konnte man auch hier im Kreisgebiet wieder beobachten, wie auf kommunalen Grünflächen oder in privaten Gärten vorschnell und oft schon zum zweiten Mal in diesem Frühjahr gemäht wurde. Wir müssen uns klar werden, dass wir mit solchen Fehlhandlungen unser Ökosystem weiter destabilisieren", so die GRÜNE.

"Die Devise muss daher lauten: Seltener und später mähen, denn Wildpflanzen müssen erst zur Blüte gelangen, eh wir die Motorsense oder den Rasenmäher zum Einsatz bringen.Vor allem aber müssen wir uns von dem vorherrschenden Bild eines "sauberen und aufgräumten" Parks oder Gartens lösen. Je wilder, vielfältiger und bunter, um so besser!"

Es genügt nicht, am Weltbienentag einmal kurz an die Artenvielfalt zu denken. Ohne echten Kurswechsel - auch in der Agrarpolitik -  werden wir Bienen und andere Insekten nicht retten können.Das Nachsehen haben nicht nur diese Tiere, sondern letztendlich vor allem wir selbst."