Erzgebirgische GRÜNE werben für Bundestagspetition zur Pestizidkontrolle und wollen im Erzgebirge mehr Blühstreifen für Bienen und andere Insekten

Ulrike Kahl, Kreisvorsitzende der Erzgebirgs-GRÜNEN

Die erzgebirgischen GRÜNEN werben für die gegenwärtig laufende und von einem Imker initiierte Bundestagspetition für eine Chemikalien-Kontrolle, um Bienen und andere Insekten vor Pestizidgefährdungen wirksam zu schützen. Dabei wird der Bundestag aufgefordert, eine grundlegende Reform der Risikoprüfung im Zulassungsverfahren von Pestiziden und deren Wirkstoffen anzustrengen. Als Ersatz für verbotene Mittel kommen neue, aber ebenfalls systemisch wirkende Insektizide zum Einsatz, die nach denselben unzureichenden Risikoprüfungen zugelassen werden und letztendlich das Nervensystem der Insekten schädigen und deren Tod herbeiführen können.

"Auch vor dem Erzgebirgskreis macht das gravierende Insektensterben nicht halt. Zum Einsatz von Pestiziden kommt noch der Rückgang notwendiger strukturreicher Lebensräume mit vielen verschiedenen Pflanzenarten, Grünstreifen, Feuchtwiesen oder-gräben. Seit 1989 haben wir über drei Viertel der Insektenmasse verloren. Da ist jeder einzelne, aber auch die hiesige Kommunalpolitik gefragt. Viele Imker im Kreisgebiet berichten uns permanent davon, dass sie Bienenvölker nicht über den Winter bringen oder die Bienen die Orientierung verlieren und einfach verschwinden. Gerade jetzt ist die Zeit zum Einsähen von Blühstreifen auf gemeindlichen Grundstücken und Feldrainen, die wir nutzen sollten." so Ulrike Kahl, Kreisvorsitzende der GRÜNEN.

"Wissenschaftler warnen immer mehr vor einem "Kollaps der Natur", der womöglich noch gravierender als der Klimawandel unsere Zivilisation an Grenzen bringt. Denn Bienen, Wespen, Käfer und Motten sind das Fundament eines gesunden Ökosystems, auf dem auch das menschliche Leben beruht."

Unterschriftenlisten liegen im GRÜNEN-Büro aus

Listen zur Unterzeichnung der Petition liegen im Schwarzenberger Bürgerbüro der GRÜNEN, Markt 14, aus bzw. können dort angefordert werden. Online kann sie ebenfalls unter www.pestizidkontrolle.de noch bis Anfang Mai unterzeichnet werden.