Wechsel an der Spitze der Erzgebirgs-GRÜNEN: Ulrike Kahl gibt Kreisvorsitz nach fünf Jahren ab

Ulrike Kahl, Ausscheidende Kreisvorsitzende der Erzgebirgs-GRÜNEN

Nach 12 Jahren Tätigkeit im Kreisvorstand und mehr als fünf Jahren davon als Kreisvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Erzgebirge wird Ulrike Kahl ihr Vorsitzendenamt auf der Kreismitgliederversammlung am Freitag, den 17. Januar 2020, an eine Nachfolgerin übergeben. Zu Ihrem Schritt, das Amt abzugeben, erklärt die scheidende Kreisvorsitzende:

„Ich habe das Amt der Kreisvorsitzenden über all die Jahre hinweg gerne und mit viel Leidenschaft ausgeübt. In den Jahren meiner Tätigkeit im Kreisvorstand konnten wir unsere Mitgliederzahl mehr als verdoppeln. Bei den Wahlen im vergangenen Jahr haben wir gute Ergebnisse erzielt und sind bei der Kreistagswahl erstmals in Fraktionsstärke in den Kreistag eingezogen. Zudem sind wir mittlerweile in vielen der größeren Städte des Kreises auch im Stadtrat vertreten. Das ist ein guter Zeitpunkt für eine Staffelstabübergabe an eine Nachfolgerin.“

Da der Kreisverband von einer Doppelspitze geführt wird, die sich stets aus einem weiblichen und einem männlichen Part zusammensetzt, fungiert Uwe Kaettniß weiterhin als Vorsitzender.

Auf der Mitgliederversammlung am kommenden Freitag in Amtsberg werden die erzgebirgischen GRÜNEN dann eine neue Kreisvorsitzende wählen. Bislang gibt es für das Amt mit der 48-jährigen Susanne Ramisch aus Marienberg eine Kandidatin. Die übrigen Ämter im Vorstand werden dann turnusmäßig in einem Jahr neu gewählt.

Ulrike Kahl wird der Kommunalpolitik im Erzgebirge erhalten bleiben, indem sie weiterhin Fraktionsvorsitzende der GRÜNEN im Kreistag bleibt. Ihren Rückzug an der Spitze des Kreisverbandes begründet sie vor allem mit der im Kreistag im vergangenen Jahr neu hinzugekommenen Verantwortung:

"Mit der Erreichung der Fraktionsstärke im Kreistag zu den Kommunalwahlen im Mai 2019 hat sich für die GRÜNEN ein erklärtes Ziel erfüllt. Seitdem darf ich dort das Amt der Fraktionsvorsitzenden wahrnehmen. Auch um dieses Amt mit dem gebotenen Einsatz und der notwendigen Beharrlichkeit ausüben zu können, ist es notwendig, die Aufgaben der GRÜNEN im Landkreis auf mehr Schultern zu legen.“

Eine solch organisatorische Trennung von Partei- und Fraktionsarbeit entspricht bei den GRÜNEN auch politischer Tradition. Die Trennung von Amt und Mandat gehört bei der Partei seit jeher zum Selbstverständnis, um im Sinne einer lebendigen Parteikultur eine Ämterhäufung zu vermeiden.